Alphazerfall


Alphazerfall
Ạl|pha|zer|fall 〈m.; -s; unz.; Kernphys.〉 Atomkernumwandlung, bei der Alphastrahlen freigesetzt werden

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Ạlphazerfall,
 
α-Zerfall, Ạlpha|umwandlung, der mit der Emission eines Alphateilchens (Alphastrahlung) verbundene radioaktive Zerfall instabiler Atomkerne, wobei Folgekerne mit jeweils zwei Protonen und zwei Neutronen weniger entstehen (Radioaktivität). Der Alphazerfall beruht auf einer zu starken elektrostatischen Abstoßung der Protonen in schwereren Atomkernen, die deswegen bestrebt sind, ihre Kernladung zu verringern. Dies geschieht energetisch am günstigsten durch Ausstoßen eines Alphateilchens (Gamow-Theorie), dessen vier Nukleonen sich in einem besonders stabilen gebundenen Zustand (Bindungsenergie 28 MeV) befinden. Der natürliche Alphazerfall kommt mit wenigen Ausnahmen, die sehr große Halbwertszeiten haben, nur bei schweren Atomkernen mit Kernladungszahlen Z > 82 und Massenzahlen A > 210 vor; die Halbwertszeiten der zerfallenden Nuklide liegen zwischen 0,3 μs bei 212Po und 2,1 · 1015 Jahre bei 144Nd. Auch bei zahlreichen künstlichen Radionukliden tritt Alphazerfall auf.

Universal-Lexikon. 2012.